Sonntag, 22. November 2015

Venedig in 3 Tagen

Ich habe letztes Wochenende einen Freund in Venedig besucht und wollte gerne mit euch meine Eindrücke teilen.
Ich bin von Berlin mit Ryanair geflogen, und habe ca. 80 Euro für Hin- und Rückflug gezahlt. Das war nicht einmal die günstige Variante, es gab auch Tage, an denen die Flüge z.B. nur 19 Euro gekostet haben. Ich bin jetzt schon öfters mit Ryanair geflogen und kann es euch wirklich nur empfehlen. Ich hatte nie Probleme und die Preise sind einfach unschlagbar.
Gelandet bin ich in Treviso, einer Stadt ca. 30 km von Venedig. Der Transfer direkt nach Venedig ist aber total unkompliziert. Im Flughafen findet man mehrere Automaten, auch in Deutsch, wo man mit wenigen Klicks Einzelfahrten (10 Euro) oder Hin- und Zurückfahrten (18 Euro) kaufen kann. Die Busse fahren direkt am Ausgang und bringen dich in einer Stunde direkt nach Venedig.
Blick von Giudecca nach Venedig


Auf Giudecca
Outfit an Tag 1 - sehr unspektakultär mit weißen Shirt und schwarzer Jeans
Am Freitag Vormittag war ich zunächst auf Giudecca, eine kleinere Insel südlich von Venedig. Dort hatte ich tatsächlich das Feeling eines kleines Städtchens in Italien. Man hat dort wirklich nur Einheimische gesehen und die Läden wirken italienischer und nicht so sehr auf Touristen ausgelegt. Da wir schon wussten, dass wir oft mit dem "Wasserbus" fahren werden, wollte ich mir ein Mehrtagesticket holen. Zum Glück hatte ich einheimische Unterstützung, die für mich die günstigste Möglichkeit gefunden hat: ein Ticket für junge Leute (bis 29 Jahre), 3 Tage für 28 Euro. Ein normales 3-Tages-Ticket kostet 40 Euro!
Blick vom Wasserboot zur Universität
Den Rest des Tages haben wir auf der Biennale verbracht. Falls euch diese noch kein Begriff ist: die Biennale ist eine jährlich stattfindende Weltausstellung, in den ungeraden Jahren als Kunstausstellung und in den Geraden als Architekturbiennale. Die Ausstellung besteht aus zwei Schauplätzen: Giardini, wo sich 28 Länder in ihren Pavillons präsentieren und Arsenale, wo unabhängig von den Ländern eine Themenausstellung stattfindet. Die diesjährige Biennale hatte zum Motto: "All the World's Future".
Am Freitag waren wir nur im Arsenale. Die Standorte sind wirklich sehr umfangreich und man schafft in ca. 5 Stunden (die wir da waren) nicht alles...
Das Ticket kostet für Studenten 15 Euro. Es enthält den einmaligen Eintritt für Giardini und Arsenale, die man an verschiedenen Tagen einlösen kann.
Biennale am Freitag
Am Samstag waren wir dann im "Giardini"-Teil der Ausstellung. Auch hier haben wir es nicht geschafft, alles ansehen, aber auch konnte man sich vor Eindrücken kaum retten.
Pavillion der nordischen Länder - architektonisch sehr schön, wie ich finde!

Kunst im Japanischen Pavillion - sehr beeindruckend
Outfit von Tag 2
Ich habe also nie direkt Touristenprogramm durchlaufen, wir sind eher einfach durch die Straßen gelaufen und ich habe dabei die Stadt auf mich wirken lassen. Somit war ich auch nur einmal auf dem Markusplatz, dem Touristenmagneten schlechthin und das auch nur am Abend, als es schon dunkel war. Er war immer noch sehr voll und ich habe mich nur gefragt, wie es 1. am Tag ist und 2. im Sommer. Die Studenten, die ich kennengelernt habe, meinten auch die typischen Touristenorte sind in den Sommermonaten praktisch nicht betretbar.

Ein Teil des San Marco Platzes am Abend
Was ich euch zum Essen erzählen kann: ich empfehle auf den Fall Pizza! Die sind auf jeden Fall groß genug, um sehr satt zu werden und kosten je nach Belag und Pizzeria ca. 7-12 Euro. Pasta ist dort natürlich auch sehr gut, allerdings im Gegensatz zur Pizza sehr teuer, vor allem da die Portionen relativ klein sind. Deswegen würde ich euch empfehlen, fall ihr in eurer Unterkunft die Möglichkeit habt, im Supermarkt Pasta und Soße zu kaufen, die Abteilungen dafür sind dort sehr groß. Die Supermärkte sind preislich natürlich höher als in Deutschland, aber auf jeden Fall in Ordnung. Was ich noch gelernt habe: man darf dort Obst und Gemüse nicht mit der Hand anfassen! Entweder Handschuhe benutzen oder mit der Tüte anfassen.
Was ich euch noch auf jeden Fall ans Herz legen kann: trinkt einen "Spritz"! Das ist ein Getränk aus Weißwein, Wasser und Aperol (italienischer Likör). Es ist dort ein Standardgetränk, und ich fand es sehr lecker. 

Das Getränk "Spritz"                                                                         "Chanel"-Schaufenster




Ich finde trotzdem, Venedig ist auf jeden Fall eine Reise wert, am besten eben Oktober/November oder am Anfang des Jahres, denn dann sind die meisten Orte leer und man kann die Stadt viel besser entdecken, und die ist natürlich sehr beeindruckend mit ihrer alten Architektur und Gängen, Durchgängen und Kirchen! Auch die Unterschiede sind dort sehr extrem: so liegt die Straße mit den Luxusgeschäften nahe San Marco in unmittelbarer Umgebung mit Gassen in denen Obdachlose betteln. Oder man kommt an Villen vorbei und um die nächste Ecke findet man ein leerstehendes ruinenähnliches Haus.
Mein letzter Tipp: unbedingt Sportschuhe oder sehr gemütliche Alltagsschuhe! Ich werdet sehr viel laufen und Treppensteigen ;)
Wart ihr schonmal in Venedig und wie war eure Erfahrung? Und interessieren euch noch mehr Reiseerfahrungen? Bald geht es für mich auch ein paar Tage nach Wien...

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